Festival Belluard Bollwerk International

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NEUE FESTIVALLEITUNG

Die Generalversammlung des Belluard Bollwerk International hat am 17. September 2019 in ausserordentlicher Sitzung Laurence Wagner für die nächsten drei Ausgaben (2020-2022) zur Leiterin des Festivals gewählt.

Im Anschluss an die Präsentation ihres künstlerischen Projektes für das Festival ernannten die Mitglieder*innen des Vereins Belluard Bollwerk International Laurence Wagner zur Leiterin des Festivals.

Nach ihrer Wahl betont Laurence Wagner, dass sie "das Festival als einen Ort der Annäherung und der Recherche betrachtet. Zugleich ist es aber auch ein Ort, an dem unser Zorn geteilt und die Schattenseiten unserer Szenen, unserer Städte und unserer Vorstellungswelten sichtbar gemacht werden können. Gemeinsam nachzudenken ist mir wichtig, ebenso durch künstlerische Praktiken unsere Revolten und Hoffnungen auszurufen.» Sie fügt hinzu, dass es wichtig sei «dem Zeitgeist, dem Lärmen der Ideen, den sozialen Bedürfnissen und den Dringlichkeiten der Umweltfragen zuzuhören. Dem kritischen Denken Raum geben, Verbindungen schaffen - Wut zulassen, aber auch die Poesie, die daraus entstehen kann. Das Programm wird von diesen Dimensionen geprägt sein, ergänzt durch erweiterte Begriffe von Zeitlichkeiten, Generationen und Geografien. »

Laurence Wagner tritt ihr Amt im Oktober 2019 an. Sie folgt auf Anja Dirks, die insgesamt fünf Ausgaben des Belluard Festivals verantwortet hat.



Biographische Referenzen

Laurence Wagner (1984) studierte französische Literatur, Kunstgeschichte sowie Geschichte und Ästhetik des Kinos an der Universität Lausanne und der HEAD Genf. Dort machte sie 2011 ihren Master in CCC-Studien (Critical Curatorial Cybermedia). Sie war Assistentin am Mamco in Genf, am Swiss Institute for Contemporary Art in New York, am FRAC Île-de-France Le Plateau in Paris und bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in Zürich.

Sie verantwortete vier Spielzeiten lang (2014-2018) das Programm (und viele andere Dinge) des TU-Théâtre de l'Usine in Genf. Während dieser Zeit erhielt sie das FMAC-Stipendium der Stadt Genf für ihre Arbeit in der Kulturvermittlung (2015) und war in der Jury verschiedener Institutionen und Festivals, wie Zürcher Theater Spektakel, Premio, Embassy of Foreign Artists, HEAD, Schweizer Performance Preis, Belluard Festival, Corodis, Etat de Genève tätig.

Seit 2018 koordiniert sie das Watch & Talk Residency Programm am Zürcher Theater Spektakel (Zürich), unterrichtet Wut an der Manufacture (im Master Regie), organisiert Veranstaltungen als unabhängige Kuratorin (für das CAN, das Istituto Svizzero in Rom, die Schweizer Salon an der Biennale in Venedig, etc.), schreibt über Musik und darstellende Kunst, produziert Hörspiele und arbeitet an einer ersten Sammlung von Gedichten und Essays.

Sie lebt aktuell in Rom, nachdem sie 2018/19 am Istituto Svizzero in Rom in Residenz war.